Proteste Ägypten, Reisewarnung Ägypten
Proteste in Ägypten, Reisewarnung Ägypten. Durch die seit Dienstag anhaltenden Proteste in Ägypten gab Außenminister Westerwelle eine Reisewarnung an alle Reisenden mit Ziel Ägypten heraus. Reisen nach Kairo, Alexandria und Suez sollte man vermeiden, wenn man nicht unbedingt muss. Das gilt sowohl für Touristen, die von ihren Unterkünften am Roten Meer aus Touren nach Kairo zur Besichtigung unternehmen möchten wie auch für Geschäftsreisende. Wer eine Städtereise nach Kairo gebucht hat, sollte sich mit seinem Reiseveranstalter oder Reisebüro in Verbindung setzen, ob selbige überhaupt stattfindet.
Die Proteste gegen das Regime von Präsident Hosny Mubarak weiten sich aus, Polizei und Sicherheitskräfte knüppeln nieder, was auch nur im Entferntesten nach Aufruhr oder Demonstration aussieht. Das Volk will einen Umbruch in der Regierung und fordert das Ende von Korruption, die Einführung eines höheren Mindestlohnes, mehr Arbeitsplätze und Bildungsmöglichkeiten sowie den Rücktritt von Präsident Hosny Mubarak.
Vor allem junge Ägypter sehen keine Perspektiven für ihre Zukunft, es gibt nicht genügend Arbeitsstellen. Die Löhne sind für etwa 40 % der jungen ägyptischen Bevölkerung zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.
Obwohl es bei den Zusammenstößen während der Proteste in Ägypten bereits mehrere Tote gegeben hat, äußerte sich Präsident Mubarak, der als Diktator im Land herrscht, bisher nicht zu den Vorfällen, er zieht beharrliches Schweigen vor. Nach Berichten des Innenministeriums in Ägypten seien etwa 1.000 Demonstranten verhaftet worden, darunter auch Journalisten. Es wird ihnen vorgeworfen, das Volk zu den Protesten aufgewiegelt und Unruhe gestiftet zu haben. Gegen 50 der verhafteten Personen soll Anklage erhoben werden. Ihnen drohen langjährige Haftstrafen. Auf Appelle westlicher Regierungen, besonnen und gesprächsbereit zu reagieren, gibt es ebenfalls keine Reaktion Mubaraks oder seiner Partei.
Mittlerweile wurde eine nächtliche Ausgangssperre in Suez, Alexandria und Kairo verhängt, die jedoch die Demonstranten keineswegs beeindruckt. In Suez brannten das Rathaus und eine Polizeiwache, durch Brandsätze der Demonstranten. Brennende Barrikaden und Autoreifen gehören derzeit zum ganz normalen Stadtbild.
Bleibt abzuwarten, wie die Proteste weitergehen, wenn die erwartete prominente Unterstützung durch Mohammed El Baradei, der sich als Revolutionsführer angeboten hat, in Kairo eintrifft. El Baradei hat Präsident Mubarak aufgefordert von seinem Amt als Staatsoberhaupt zurückzutreten. Des Weiteren legt er Wert auf friedliche Proteste gegen die Regierung Mubaraks.
Solange sie Proteste in Ägypten anhalten und bürgerkriegsähnliche Zustände auf den Straßen der Städte herrschen, sollte man Reisen in das Land der Pharaonen vermeiden. Ist die Anwesenheit, beispielsweise Geschäftsreisender, unbedingt erforderlich, wird empfohlen sich von Menschenansammlungen oder gar Demonstranten fernzuhalten.
Bisher blieben die Urlaubsregionen am Roten Meer weitgehend verschont von den Protesten der ägyptischen Bevölkerung. Trotzdem sollte man sich informieren und die Entwicklung der Situation genau im Auge behalten, ehe man den Urlaub antritt. Die Reisewarnung, die von Außenminister Westerwelle, FDP, herausgegeben wurde, ist durchaus ernst zu nehmen. Wäre doch schade, wenn der Urlaub durch Unvorsichtigkeit in einem ägyptischen Gefängnis enden würde.
January 28th, 2011 at 9:10 pm
Jetzt geht es los. Die Unruhen greifen auch auf Ägypten und den Jemen über. In der Hauptstadt Sanaa haben Tausende Menschen gegen die Regierung und soziale Ungerechtigkeit demonstriert. Bislang verlaufen die Kundgebungen friedlich. In Ägypten gbit es allerdings Gewaltausbrüche. Erst Tunesien, dann Ägypten und jetzt der Jemen. Die Ursachen sind hier wohl auch haptsächlich in der Armut der Menschen zu suchen. Die Hälfte der Menschen im Jemen muss mit 2 Dollar am Tag auskommen. Ein Drittel der Menschen hat Hunger. Wenn die Menschheit erkennt, dass die Armut ein großer Motivatior für die Terroristen ist und dann etwas dagegen macht, dann wird auch der Terror zurückgehen.