Mein Besuch im Museum Globasnitz

Meine Tour in Kärnten brachte mich unter anderem an den Klopeiner See in Kärnten, wo ich im Reise- und Informationsbüro St. Kanzian mit Herrn Eberhart einen Termin hatte. Er erzählte mir unter anderem von den sogenannten Geheimtipps in der Umgegend und dem geschichtlichen Hintergrund des Landstriches in Kärnten. Er gab mir eine Karte, erklärte mir wie ich zu den einzelnen Stationen kommen würde und stellte mir gleich noch eine Führerin, Frau Leokadia Ivad, zur Seite.
Als erstes fuhren wir in das Museum Globasnitz, in dem Leokadia bis zum Herbst letzten Jahres als Museumsleiterin gearbeitet hatte. Da die Dame sieben Sprachen spricht, hatte sie keine Mühe, die ausländischen Touristen durch das Museum zu führen und alles zu erklären, was man dort sehen kann. Im Museum Globasnitz kann man Artefakte aus der Keltenzeit und die ersten Nachweise gotischer Besiedlung in Kärnten sehen. Ich freute mich schon im Voraus auf den Besuch dort.
Als wir im Museum eintraten, gab ich mich als Pressemitglied zu erkennen und fragte, ob ich einen Rabatt bekommen könne auf den Eintrittspreis. Des Weiteren gab ich bekannt, dass ich einen schönen Bericht über das Museum verfassen wolle, kostenlos.  Die Reaktion, die ich erhielt, war alles andere als einladend: Frau Weber, die jetzige Museumsleiterin, stützte sich auf ihren Besen und guckte, um nicht zu sagen glotzte, mich an. Ich glaubte zuerst, sie wäre eine Reinigungskraft in der Institution, wäre aber niemals auf die Idee gekommen, dass sie die Leiterin ist. Der anwesende Pfarrer – er war da, um einer tschechischen Reisegruppe in deren Sprache eine Museumführung zu geben - sagte gar nichts und schaute mich auch nur an. Frau Weber fragte mich dann, für welche Zeitung ich arbeiten würde und ich erklärte ihr, dass meine Artikel im Internet erscheinen und nicht in irgendeinem Journal. Auch gab ich ihr die URL von unserer Seite, www.kaernten-netz.de. Noch immer machte die Dame keine Anstalten, mich ins Museum zu lassen. Nachdem ich noch einmal auf den Artikel, den ich über das Museum Globasnitz schreiben wollte, zu sprechen kam, zögerte sie noch immer. Ich betonte nochmals, dass die Angelegenheit absolut kostenlos ist. Schließlich meinte sie dann in einem brummigen Ton, ich könne mich umschauen. Leokadia wurde ebenfalls nur griesgrämig von der „Museumsleiterin“ gemustert.
Leokadia erklärte mir alles Wissenswerte im Museum, so dass ich tolle Einblicke in die damalige Geschichte bekam. Alsbald kam die tschechische Reisegruppe hinter uns in die Ausstellungsräume und wir gingen.
Ach ja, Frau Weber schenkte mir beim Verabschieden noch einen Kugelschreiber, aber nur, weil au diesem die von mir erfragte Internet-Adresse darauf stand. Diese Geste war ja ganz nett, trotz allem muss ich sagen, dass diese Dame absolut deplaziert ist im Museum Globasnitz. So weit ich informiert bin, leitete sie in der Vergangenheit Ausgrabungen historischer Stätten unter irgendeinem Professor, dessen Name ich nicht kenne. Dort wäre Frau Weber ganz sicher eine Perle mit ihrer jahrelangen Erfahrung in diesem Beruf, aber bitte nicht als Leiterin im Museum Globasnitz. Die derbe und teilweise unhöfliche Art, die sie an den Tag legt, ist keine Visitenkarte für das Museum und kann den Besuchern schon gleich gar nicht zugemutet werden.
Ich bin bei meiner jahrelangen Arbeit als Redakteurin schon auf so manchen merkwürdigen Menschen gestoßen, ganz sicher war die Zusammenkunft mit Frau Weber aber eine der unangenehmsten. Wenn ich einen Bericht über eine Institution schreibe, liegen die Kosten im drei- bis vierstelligen Bereich – je nach Aufwand - plus Spesen. Noch nie habe ich erlebt, dass ich betteln muss, um einen Bericht über eine Ausstellung kostenlos schreiben zu dürfen. Ganz im Gegenteil! Ich denke immer noch darüber nach, ob ich meinen Artikel überhaupt veröffentlichen soll. Doch meine Überlegungen tendieren dazu, dass ich das Verhalten von Frau Weber einfach vergesse und trotzdem einen schönen Bericht auf unserer Website einstelle. Das ist jedoch einzig und allein der Verdienst von Frau Leokadia Ivad, die mir eine hervorragende Führung im Museum gegeben hat. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Frau Ivad bedanken!

One Responses

  1. Opetnik Alois

    Sehr geehrte Frau Bügelroboter!
    Ich bin sehr verwundert über ihre Erlebnisse in Globasnitz unsere Museumsleiterin Frau Mag. Weber immer sehr höflich und zuvorkommend ist. Ihr Artikel ist für unser Museum sehr negativ, ich hoffe, dass ihre Website nicht sehr oft aufgerufen wird.
    Sollten sie jedoch wieder einmal in Globasnitz verweilen, würde ich gerne gemeinsamen mit Ihnen das Museum und unsere Sehenswürdigkeiten besuchen. Vielleicht erhalten Sie dann ein anderes Bild.
    Mit freundlichen Grüßen!
    Alois Opetnik - Amtsleiter der Gemeinde Globasnitz

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