Hot Tuna Surf Competition – der Wettbewerb
Wednesday, August 29th, 2007Nun war also der Tag der Hot Tuna Surf Competition gekommen. Um 5 Uhr war aufstehen angesagt, duschen, einen Tee und ab zum Strand. Um 7 Uhr begannen wir mit dem Aufbau des Equipments, um 8 Uhr startete der Wettbewerb. Meine Aufgabe und die unseres Lakaien war es, Fotos zu machen. Ich zog also mit der Kamera los und fing Impressionen ein. Die Surfer bereiteten sich für den ersten Durchgang vor, bei der Crew herrschte emsiges Treiben und die Küchenmannschaft war mit der Zubereitung des Frühstücks für die Helfer beschäftigt. Der Strand füllte sich allmählich mit Zuschauern und Surfern, die Wellen wurden höher. Lediglich unser Lakai hielt sich nicht an seine ihm zugeteilte Aufgabe, denn er erledigte dann aber lieber seinen Privatkram. Kevin und Dago kümmerten sich um die technischen Angelegenheiten und kämpften gegen Netz- und Stromausfall an. Chris war mit der Kamera beschäftigt, Phoebe und Juli kümmerten sich liebevoll um unser aller Wohlergehen.
David, ein Bruder von Kevin und unter anderem einer der bekanntesten und besten britischen Surfer, war unser Kommentator für die Dauer der Live-Übertragung der Hot Tuna Surf Competition. Nur, als er selbst ins Wasser musste, kommentierte jemand anderes. David und seine Frau Leslie hatten sich schon am Abend zuvor in unsere lustige Gesellschaft auf dem Campingplatz eingereiht, so dass wir auch mit ihnen ein sehr herzliches Verhältnis hatten.
Die Arbeit machte mir einen Riesenspaß. Kein Wunder, denn ich liebe das Meer und an der Widemouth Bay konnte ich das Angenehme mit der Arbeit verbinden. Abends veranstalteten wir, also unser Team, wieder ein Barbecue und hatten viel Spaß.
Am ersten Tag der Competition waren hauptsächlich Kinder und Jugendliche beteiligt, doch tags darauf, am Sonntag, sah es dann anders aus. Einige internationale Sportgrößen waren angereist, um die Hot Tuna Surf Competition unter sich auszumachen. Ehrgeizige Sportler, die alle den ersten Platz anstrebten. Die Wellen waren zu Anfang etwas kümmerlich, doch das sollte sich im Verlauf des Tages ändern. Schon gegen 10 Uhr kamen Wellen mit etwa 1,50 Meter angerauscht. Jetzt machte das Ganze erst richtig Spaß.
Da sich unser Lakai auch am zweiten Tag nicht ganz an seine Aufgaben hielt, nämlich das Fotografieren der Surfer direkt am Strand unten, und bereits nach einer halben Stunde wieder zu unserem Standort oberhalb des Strandes zurückkam, beschlossen mein lieber Mann und ich, das Ganze selbst in die Hand zu nehmen. Also Objektiv auf die 2. Kamera schrauben, den Ständer befestigen, das Ganze Huckepack nehmen und runter zum Strand. Unten angekommen, bemerkte Dago, dass unser Lakai die Speicherkarte der Kamera vollgeknipst hatte, dann aber die Kamera einfach nur abstellte und die Karte nicht geleert hatte. OK, mein Mann lief den steinigen Weg – es war grad Ebbe, und auf der Sandbank vor dem Strand lagen massenweise Steine und Felsbrocken rum – noch mal zurück, um leere Karten zu holen. Ich war mächtig verärgert über diese Schlamperei.
Wir stellten uns jetzt dreieinhalb Stunden hin und knipsten die Surfer, während sie in Aktion waren. Tolle Bilder! Die werden übrigens demnächst auf der http://www.focusworx.com/ veröffentlicht, also schaut mal rein, wenn ihr Lust habt.
Obwohl ich stocksauer auf unseren Lakaien war (es wäre zu viel alles hier niederzuschreiben, was da sonst noch schief ging durch seine Aktionen), ging ich mit meinem Mann gutgelaunt zu unserem Standort zurück und machte erst mal Pause.
Alles in allem hatten wir an den beiden Tagen etwa 1300 Fotos geschossen, die jetzt auf das Sortieren und die anschließende Verarbeitung warteten. Nach der Siegerehrung am Strand von Bude packten wir unseren Krempel zusammen und ließen den Abend erneut bei Bier und Wein ausklingen. Kevin bedankte sich bei uns allen für die gute Teamarbeit und das hervorragende Ergebnis. Dabei waren wir es, die sich zu bedanken hatten, weil der Job wirklich Mordsspaß gemacht hatte. Keiner von uns möchte dieses Wochenende missen, und wir waren uns einig: jederzeit wieder, aber bitte ohne unseren Lakaien.